Ratgeber — was Bauherren vorher wissen sollten
Hier stehen Beiträge zu Themen, bei denen sich die wichtigsten Entscheidungen vor dem Auftrag treffen lassen — und wo eine falsche Reihenfolge später teuer wird.
Sie sind fachlich geschrieben, nicht als Werbung. Wo eine Maßnahme sich nicht lohnt, steht das auch da.

Die Beiträge
Trinkwasserhygiene nach DIN 1988
Wen die Prüfpflicht trifft und wen nicht, welche Fristen gelten, was bei einem Befund passiert — und die fünf Dinge, die bei einer Besichtigung mehr sagen als jedes Messergebnis: Speichertemperatur, Zirkulation, Totleitungen, Dämmung im Schacht, Leitungsmaterial.
Wassergarten anlegen
Aufbau, Technik und die Frage, wie viel Platz ein Schwimmteich wirklich braucht. Warum die Regenerationszone mindestens so groß sein muss wie die Schwimmfläche, warum kein Teich unter Bäume gehört und was im Moorboden anders läuft.
Warum diese Themen
Beide haben etwas gemeinsam: Wer die Reihenfolge umdreht, zahlt zweimal.
Beim Trinkwasser ist es die Frage, ob überhaupt eine Pflicht besteht. Sie hängt an drei Bedingungen, die zusammenkommen müssen — und wer das nicht prüft, beprobt entweder unnötig oder versäumt eine Frist, die gegenüber Mietern und Gesundheitsamt zählt.
Beim Wassergarten ist es der Platz. Ein Schwimmteich, der zu klein geplant wurde, lässt sich nicht nachträglich vergrößern. Das Wasser bleibt trüb, und die einzige Abhilfe ist Technik, die man eigentlich vermeiden wollte.
Was Sie sonst auf dieser Seite finden
Fachliche Erklärungen stehen nicht nur im Ratgeber, sondern auf den Leistungsseiten selbst. Einige Beispiele:
- Energetische Sanierung — die Reihenfolge, die sich rechnet. Erst dichten, dann dämmen, dann die Heizung.
- Stromspeicher — warum er Strom vom Tag in den Abend verschiebt und nicht vom Sommer in den Winter.
- Fliesen — warum Fliesen und Fugen nicht dicht sind, sondern die Schicht darunter.
- Erdbau — warum Tragschichten lagenweise verdichtet werden und der Fehler erst im dritten Winter sichtbar wird.
- Maurerarbeiten — die vier Anhaltspunkte, an denen man eine tragende Wand erkennt.
Wenn etwas fehlt
Wir schreiben neue Beiträge, wenn dieselbe Frage mehrfach kommt. Wenn Sie etwas vermissen, sagen Sie es — beim Besichtigungstermin oder am Telefon.
Was Sie hier nicht finden werden: Preisangaben ohne Zusammenhang. Was eine Sanierung kostet, hängt an Zugänglichkeit, Bestand und Umfang. Eine Zahl ohne diese Angaben wäre geraten, und danach zu planen wäre teurer als gar nicht zu planen.
Drei Fehler, die im Bestand am häufigsten vorkommen
Sie tauchen in fast jedem Beitrag wieder auf, weil sie unabhängig vom Gewerk gelten.
Die Reihenfolge umdrehen. Zuerst die Heizung tauschen, danach dämmen. Die neue Anlage ist dann auf einen Bedarf ausgelegt, den es nicht mehr gibt — zu groß gekauft, schlechter im Wirkungsgrad, teurer im Betrieb. Der Fehler lässt sich nicht korrigieren, ohne ein zweites Mal zu tauschen.
Am Unterbau sparen. Bei jeder befestigten Fläche liegt der größere Teil der Arbeit unter der Oberfläche. Was dort gespart wird, zeigt sich nicht bei der Abnahme, sondern im zweiten oder dritten Winter — und dann muss die Fläche wieder auf.
Leerrohre vergessen. Der billigste Posten im ganzen Projekt und der, der am häufigsten fehlt. Im offenen Graben kosten sie fast nichts; nachträglich bedeutet jede Leitung, den fertigen Belag wieder aufzunehmen.
Warum hier keine Preislisten stehen
Wir werden oft gefragt, was etwas kostet, und antworten selten mit einer Zahl. Das hat einen Grund.
Bei einer Zufahrt von 60 Quadratmetern fallen rund 30 Kubikmeter Aushub an, und es kommen 25 Kubikmeter Schotter herein. Kommt ein Kipper an die Fläche, ist das eine Sache von Stunden. Muss alles durch ein Gartentor geschoben werden, wird daraus eine Woche. Derselbe Auftrag, ein Vielfaches an Kosten — und das sieht man auf keinem Foto.
Dasselbe gilt im Innenausbau für Aufbauhöhen, Leitungsführung und Feuchte. Deshalb messen wir vor Ort auf, statt aus Quadratmetern zu rechnen, und deshalb kostet die Besichtigung nichts.
Wo wir Spannen nennen können, stehen sie auf den jeweiligen Leistungsseiten — als Erfahrungswerte, nicht als Angebot.
Häufige Fragen
Sind die Beiträge aktuell?
Bei Themen mit Fristen und Förderprogrammen steht ein Stand-Datum dabei. Die Programme ändern sich mehrmals im Jahr — deshalb stehen konkrete Sätze auf der Förderseite und nicht verstreut in Fachtexten.
Kann ich danach selbst arbeiten?
Bei manchem ja, und wir sagen es auch: Beim Abbruch empfehlen wir Eigenleistung ausdrücklich. Bei allem Tragenden, allem mit Leitungen und allem mit Schadstoffverdacht raten wir davon ab — nicht aus Geschäftsinteresse, sondern weil die Folgen teuer werden.
Beraten Sie auch ohne Auftrag?
Die Besichtigung kostet nichts, auch wenn kein Auftrag daraus wird. Wir sagen Ihnen dabei ehrlich, wenn eine Maßnahme sich bei Ihnen nicht lohnt.
Alle Beiträge
Fachliches zu Themen, bei denen die Reihenfolge über die Kosten entscheidet.
- Bad barrierefrei umbauen
Bodengleiche Dusche, Türbreiten und Haltegriffe: welche Maße gelten, was die Pflegekasse zuschießt und wie der Umbau im bewohnten Bad abläuft. - Dachgeschoss ausbauen
Kniestock, Wohnflächenberechnung, Dämmung und zweiter Rettungsweg: was vor dem Dachausbau geklärt sein muss und was ihn am häufigsten scheitern lässt. - Trinkwasserhygiene: was Eigentümer und Hausverwaltungen wissen müssen
Wen die Prüfpflichten treffen, wie oft beprobt wird und woran man Leitungen mit Handlungsbedarf erkennt. - Wassergarten anlegen: worauf es wirklich ankommt
Zonen, Technik und Bepflanzung eines Wassergartens, die häufigsten Baufehler und was im Fünfseenland dazukommt.