Naturstein — Böden, Wände und Fensterbänke
Naturstein ist das einzige Material, bei dem jede Platte anders aussieht. Das ist sein Reiz und seine Schwierigkeit: Farbe, Maserung und Dicke schwanken, und beides muss beim Verlegen ausgeglichen werden.
Wir verlegen innen und außen — im Landkreis Starnberg, in München und im Umkreis von rund 100 Kilometern.

Die Steinarten und wo sie hingehören
Granit. Hart, säurebeständig, frostsicher. Der unempfindlichste Naturstein — für Küchenarbeitsplatten, Böden und Außenbereiche gleichermaßen geeignet.
Quarzit und Gneis. Ebenfalls hart und frostbeständig, mit lebendigerer Struktur. Häufig als Terrassen- und Wegebelag.
Marmor und Kalkstein. Weicher und säureempfindlich. Ein Spritzer Zitrone oder Essig hinterlässt eine matte Stelle, die sich nur durch Nachschleifen entfernen lässt. In Bad und Wohnraum schön, in der Küche heikel.
Schiefer. Spaltrau, rutschhemmend, dunkel. Für Böden und Außentreppen. Er neigt zum Ausblühen, wenn die Feuchte von unten kommt.
Sandstein. Saugfähig und weich — im Innenbereich möglich, draußen nur mit passender Sorte und Imprägnierung.
Oberflächen
Poliert zeigt die Farbe am intensivsten und ist am empfindlichsten gegen Kratzer. Nass ist eine polierte Fläche rutschig — im Bad und draußen ungeeignet.
Geschliffen ist matt, unempfindlicher und angenehm zu begehen.
Geflammt oder gestockt ist rau und rutschhemmend. Die richtige Wahl für Terrassen, Treppen und Außenbereiche.
Gebürstet liegt dazwischen: leicht strukturiert, pflegeleicht, samtig im Griff.
Die Oberfläche verändert auch die Farbe erheblich. Ein Muster sollte deshalb immer in der Oberfläche betrachtet werden, die verlegt wird — ein poliertes Handstück sagt nichts über eine geflammte Fläche.
Verlegen — worauf es ankommt
Dickbett statt Dünnbett bei stark schwankenden Plattendicken. Naturstein wird nicht wie Feinsteinzeug kalibriert geliefert — Abweichungen von mehreren Millimetern sind normal und müssen im Mörtelbett ausgeglichen werden.
Weißer Kleber oder Trasszement bei hellen und durchscheinenden Steinen. Grauer Kleber schlägt durch und lässt den Stein fleckig wirken.
Trass gegen Ausblühungen. Bei Marmor und Kalkstein verhindert trasshaltiger Mörtel, dass Kalk aus dem Mörtel an die Oberfläche wandert.
Verlegemuster vorher legen. Bei lebhafter Maserung wird die Fläche trocken ausgelegt und sortiert, bevor geklebt wird. Sonst stehen zwei besonders dunkle Platten nebeneinander, und das fällt für immer auf.
Imprägnieren und pflegen
Imprägnierung dringt in den Stein ein und verringert die Saugfähigkeit, ohne einen Film zu bilden. Bei saugenden Steinen in Küche, Bad und Außenbereich sinnvoll, je nach Belastung alle paar Jahre zu erneuern.
Keine säurehaltigen Reiniger auf Marmor und Kalkstein. Auch viele Badreiniger und Essigreiniger fallen darunter.
Keine Scheuermittel auf polierten Flächen.
Patina ist normal. Naturstein verändert sich. Wer eine Fläche will, die in zehn Jahren aussieht wie am ersten Tag, ist mit Feinsteinzeug besser bedient — das sagen wir vorher, nicht hinterher.
Außenbereich
Draußen zählen drei Eigenschaften: Frostbeständigkeit, Rutschhemmung und die Frage, wie der Stein auf Streusalz reagiert.
Frostbeständig sind Granit, Quarzit, Gneis und viele Schiefer. Marmor und weiche Kalksteine gehören nicht auf eine Terrasse im Fünfseenland.
Streusalz greift kalkhaltige Steine an und kann bei allen Natursteinen zu Ausblühungen führen. Splitt ist die bessere Wahl.
Verlegung auf Stelzlagern hält den Stein trocken und lässt Wasser darunter ablaufen — auf Dachterrassen die Regel.
Fensterbänke, Sockel und Sonderteile
Naturstein kommt selten nur als Fläche. Die Sonderteile bestimmen oft den Eindruck stärker als der Bodenbelag.
Fensterbänke innen aus demselben Stein wie der Boden oder bewusst kontrastierend. Sie brauchen eine saubere Kante — gefast oder gerundet, nicht scharf geschnitten.
Fensterbänke außen brauchen Gefälle, seitliche Aufkantung und eine Wassernase an der Unterseite. Ohne Nase läuft Wasser an der Fassade herunter und hinterlässt Streifen — der häufigste optische Mangel an sonst guten Fassaden.
Sockelleisten aus dem Bodenmaterial, mit gleicher Oberfläche. Ein gesägter Streifen aus derselben Platte wirkt ruhiger als eine gekaufte Leiste in ähnlicher Farbe.
Treppenstufen mit rutschhemmender Oberfläche und einer Vorderkante, die nicht scharf ist. Bei Außentreppen zusätzlich mit Gefälle nach vorn, damit kein Wasser stehen bleibt.
Alle Sonderteile werden vor Ort aufgemessen. Bei Naturstein gibt es keine Standardmaße, die man bestellen könnte.
Häufige Fragen
Ist Naturstein teurer als Feinsteinzeug?
Im Einkauf meist ja, in der Verlegung fast immer — weil Dicken schwanken und sortiert werden muss. Dafür ist er praktisch unbegrenzt haltbar und lässt sich auch nach Jahrzehnten wieder aufschleifen.
Kann ein Fleck auf Marmor entfernt werden?
Eine Ätzung durch Säure lässt sich nur durch Nachschleifen und Neupolieren beheben — örtlich ist das schwierig, weil die Stelle dann anders glänzt. Ein Ölfleck lässt sich mit Kompresse herausziehen.
Eignet sich Naturstein über Fußbodenheizung?
Sehr gut — er leitet Wärme besser als die meisten anderen Beläge. Wichtig sind Aufheizprotokoll, Flexkleber und Bewegungsfugen, wie bei jedem beheizten Aufbau.