Zum Inhalt springen
Mo–Fr 8–18 Uhr 08158 / 99 76 41

So läuft ein Auftrag — von der Besichtigung bis zur Abnahme

Die meisten Überraschungen auf einer Baustelle entstehen nicht durch schlechte Arbeit, sondern dadurch, dass niemand vorher gesagt hat, was wann passiert.

Deshalb steht hier der vollständige Ablauf — auch die Punkte, an denen wir etwas von Ihnen brauchen.

Bauleiter und Bauherren besprechen den Ablauf anhand der Pläne

1. Besichtigung — kostenlos, auch ohne Auftrag

Wir kommen vorbei und sehen uns an, worum es geht. Je nach Umfang dauert das eine halbe bis zwei Stunden.

Aufgenommen wird: Aufmaß, Wandaufbauten über eine geöffnete Steckdose oder Kernbohrung, Leitungsführung mit dem Ortungsgerät, Feuchte im Sockel, Aufbauhöhen.

Der letzte Punkt ist im Bestand der Engpass. Wie viel Platz zwischen Rohdecke und Türblatt bleibt, entscheidet über Bodenaufbau und Fußbodenheizung — und lässt sich nur mit dem Zollstock klären, nicht am Telefon.

Wir fragen dabei nach Ihrem Budgetrahmen. Das ist die unangenehmste Frage im Gespräch und die nützlichste: Wer ihn nennt, bekommt ein Angebot, das dazu passt.

2. Angebot nach Gewerken

Innerhalb weniger Tage bei einem einzelnen Gewerk, ein bis drei Wochen bei einer Komplettsanierung.

Das Angebot gliedert sich nach Gewerken, nicht nach Räumen. Je Gewerk stehen Positionen mit Menge, Einheitspreis und Gesamtpreis. So lässt sich vergleichen — und streichen, wenn etwas nicht ins Budget passt.

Dazu gehören der Terminrahmen mit Bauabschnitten, die Materialliste, die Positionen, die wir als Möglichkeit aufgenommen haben, und die Regelung für Zusatzleistungen. Was wir als Möglichkeit ausweisen, steht mit Preis dabei — dann ist es später eine Entscheidung und keine Überraschung.

Bis hierher entstehen Ihnen keine Kosten.

3. Terminplan — und was Sie entscheiden müssen

Drei Dinge bestimmen den Plan, und nur eines lässt sich beeinflussen.

Trocknungszeiten — Estrich, Putz, Spachtelmasse. Die festen Punkte. Jeder Versuch, sie zu verkürzen, rächt sich mit Rissen.

Lieferzeiten — Fenster, Sanitärobjekte, Sonderformate. Sie laufen ab Aufmaß, nicht ab Auftrag.

Gewerkefolge — hier liegt der Spielraum.

Im Plan steht deshalb, wann welche Entscheidung spätestens feststehen muss. Früh: Grundriss, Position von Sanitärobjekten und Steckdosen, Bodenaufbau — alles, was in der Wand verschwindet. Spät: Farben, Armaturen, Beleuchtung.

Der häufigste Grund für Verzug ist nicht ein langsames Gewerk, sondern eine frühe Entscheidung, die zu spät fällt.

4. Ausführung

Ein Bauleiter ist zuständig, von Anfang bis Ende derselbe. Sie haben seine Durchwahl.

Wöchentlich bekommen Sie vier Angaben: was fertig ist, was als Nächstes kommt, ob sich etwas verschoben hat, welche Entscheidung bis wann gebraucht wird.

Wenn etwas gefunden wird — und im Bestand wird etwas gefunden —, halten wir an. Sie erfahren, was zum Vorschein kam, was es zusätzlich kostet und welche Möglichkeiten es gibt. Es gibt keine Mehrkosten, die Sie nicht vorher freigegeben haben.

Im bewohnten Haus wird in Abschnitten gearbeitet, Bad und Küche fallen nie gleichzeitig aus, und die Baustelle bleibt abends besenrein.

5. Abnahme

Die Abnahme ist kein Rundgang, sondern ein Rechtsakt: Mit ihr beginnt die Gewährleistungsfrist, und die Beweislast für Mängel wechselt.

Wir gehen gemeinsam durch jeden Raum und schreiben ein Protokoll — auch über das, was noch offen ist, mit Frist.

Sie bekommen: die Dokumentation der verbauten Materialien, die Fotos der verdeckten Bauteile, die Unterlagen für Wartung oder Förderung.

Gewährleistung läuft über uns, auch bei Partnerbetrieben. Bei einem Mangel müssen Sie nicht herausfinden, welches Gewerk zuständig war.

Was Sie vorbereiten können

Drei Dinge beschleunigen den Ablauf, und alle drei kosten Sie nur Zeit, kein Geld.

Unterlagen zusammensuchen. Bauplan, frühere Rechnungen, Grundbuchauszug bei Eigentümergemeinschaften. Im Altbau stimmen die Pläne oft nicht — als Ausgangsinformation sind sie trotzdem nützlich.

Aufschreiben, was stört. Nicht die Lösung, sondern das Problem: „Im Bad ist es morgens kalt" sagt mehr als „wir brauchen eine Fußbodenheizung". Oft gibt es einen einfacheren Weg zum selben Ziel.

Zugang klären. Wo kann ein Container stehen, wo ein Fahrzeug halten, gibt es einen Aufzug. Das ist der Posten, der Angebote am stärksten auseinandertreibt — und er lässt sich in fünf Minuten beantworten.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es vom Anruf bis zum Baubeginn?

Besichtigung meist innerhalb weniger Tage, Angebot ein bis drei Wochen später. Der Baubeginn hängt an der Auslastung und an Lieferzeiten. Außenanlagen laufen von Frühjahr bis Herbst — wer im Frühjahr fertig sein will, fragt im Herbst davor an.

Kann ich Teile selbst machen?

Beim Abbruch empfehlen wir es sogar: ausräumen, Bodenbeläge heraus, Tapeten entfernen, Leichtbauwände abbauen. Alles Tragende, alles mit Leitungen und alles mit Schadstoffverdacht gehört in unsere Hand. Sprechen Sie uns an — wir sagen Ihnen, was Sie realistisch schaffen.

Was passiert, wenn ein Partnerbetrieb nicht liefert?

Das ist unser Problem, nicht Ihres. Vertragspartner sind wir. Wir verschieben dann intern andere Gewerke nach vorn, statt eine Woche Leerlauf entstehen zu lassen.

Anrufen Anfrage senden