Wand und Boden — Fliesen, Naturstein und Bodenbeläge
Der Belag ist das, was man jeden Tag sieht und anfasst. Halten muss er trotzdem unten: Untergrundvorbereitung, Abdichtung und Verlegeplan entscheiden darüber, ob nach drei Jahren Fugen reißen oder alles liegt wie am ersten Tag.

Die Gewerke in diesem Bereich
Fliesen. Bad, Küche, Wohnräume, Außenbereich. Abdichtung im Verbund nach DIN 18534 in Feuchträumen, Entkopplung auf kritischen Untergründen, Verlegeplan vor dem ersten Schnitt — damit keine schmalen Streifen an der sichtbaren Wand landen.
Naturstein. Granit, Marmor, Schiefer, Travertin, Quarzit. Jede Platte ist anders, deshalb wird vor dem Verlegen ausgelegt und sortiert. Imprägnierung je nach Stein und Einsatzort.
Feinsteinzeug und Keramik. Frostsicher, fleckenunempfindlich, in Großformaten bis zu mehreren Metern. Großformate brauchen ebene Untergründe und ein anderes Verlegeverfahren — das ist mehr Arbeit, nicht weniger.
Mosaik. Duschnischen, Bordüren, gebogene Flächen, Sitzbänke im Bad.
Bodenleger. Parkett, Vinyl, Designbelag, Laminat, Teppich, Linoleum. Dazu Untergrundprüfung, Spachtelung, Dämmunterlagen und Sockelleisten.
Malerarbeiten. Innenanstrich, Tapezierarbeiten, Spachteltechniken, Lackieren von Türen und Heizkörpern, Außenanstrich. Der letzte Schritt vor der Abnahme — und der, bei dem sichtbar wird, ob vorher sauber gearbeitet wurde.
Bauzeit und Alltag
Ein Bad wird in zwei bis drei Arbeitstagen gefliest, dazu kommen Abbindezeiten vor dem Verfugen. Ein Wohnraum mit Parkett ist an einem Tag verlegt, darf aber je nach Versiegelung ein bis zwei Tage nicht betreten werden. Beim Schleifen arbeiten wir mit Absaugung am Gerät.
Was der Untergrund vorgibt
Fliesen und Bodenbeläge sind nur so gut wie das, worauf sie liegen. Vor jeder Verlegung wird der Untergrund geprüft — das ist kein Zusatz, sondern Teil der Arbeit.
- Ebenheit. Je größer das Format, desto weniger verzeiht der Untergrund. Bei Platten ab 60 mal 60 Zentimetern wird eine Unebenheit von wenigen Millimetern sichtbar — und an der Kante spürbar.
- Restfeuchte im Estrich. Wird zu früh verlegt, wandert Feuchtigkeit nach oben. Bei Naturstein zeigt sie sich als Verfärbung, bei Parkett als Schüsselung. Gemessen wird, nicht geschätzt.
- Tragfähigkeit. Alte Anhydritestriche und gespachtelte Altbeläge müssen angeschliffen oder entfernt werden.
- Aufbauhöhe. Im Bestand der häufigste Engpass. Wie viel Platz bleibt zwischen Rohdecke und Türblatt — daran entscheidet sich, was überhaupt geht.
Materialien und wofür sie taugen
Feinsteinzeug. Dicht, frostsicher, fleckunempfindlich. Der Standard im Bad und zunehmend auch auf der Terrasse. In großen Formaten anspruchsvoll zu verlegen.
Naturstein. Granit und Quarzit sind unempfindlich, Marmor und Kalkstein reagieren auf Säure — ein Spritzer Zitrone hinterlässt eine matte Stelle. Im Bad und in der Küche gehört dazu eine Imprägnierung und die ehrliche Ansage, dass Patina entsteht.
Keramik und Mosaik. In Nischen, Duschen und auf gerundeten Flächen die einzige Lösung, die sauber ausgeht. Mehr Fugen bedeuten mehr Pflege.
Bodenbeläge. Parkett für Wohnräume, Vinyl und Designbeläge dort, wo es feucht wird oder die Aufbauhöhe fehlt, Teppich in Schlafräumen. Bei Fußbodenheizung entscheidet der Wärmedurchlasswiderstand — nicht jeder Belag passt.
Abdichtung im Bad — der Punkt, an dem nichts schiefgehen darf
Hinter jedem größeren Wasserschaden im Bad steht fast immer dieselbe Ursache: eine fehlende oder unterbrochene Abdichtung im Verbund. Fliesen und Fugen sind nicht dicht — dicht ist die Schicht darunter.
Nach DIN 18534 wird der Raum in Beanspruchungsklassen eingeteilt: Der Bereich um eine bodengleiche Dusche gehört zur höchsten, der Bereich neben dem Waschtisch zur niedrigsten. Danach richtet sich, wo abgedichtet wird und womit.
Undicht wird es nicht in der Fläche, sondern an den Übergängen. Wir fotografieren Ecken, Rohrdurchführungen und den Anschluss an die Türschwelle, bevor verfliest wird — danach sieht sie niemand mehr, und im Schadensfall sind die Aufnahmen die einzige Grundlage.
Malerarbeiten gehören dazu
Wand und Boden enden nicht an der Fliesenkante. Spachtelarbeiten, Anstrich und die Übergänge zwischen den Gewerken führen wir mit aus — das erspart die Schnittstelle, an der sonst zwei Betriebe aufeinander zeigen.
Wichtig ist die Absprache vorher: Welche Spachtelqualität die Wand bekommt, hängt davon ab, was darauf soll. Eine glänzende Farbe auf einer Wand in Q2 zeigt jede Fuge, sobald Licht flach einfällt.
Fugen, Übergänge und was später auffällt
An drei Stellen zeigt sich nach ein paar Jahren, wie sorgfältig gearbeitet wurde.
Bewegungsfugen. Große Flächen und Übergänge zwischen Räumen brauchen eine elastische Fuge. Fehlt sie, drückt sich die Fläche bei Temperaturwechseln auf — bei Fußbodenheizung besonders.
Silikonfugen. Sie sind Wartungsfugen, keine Abdichtung. Nach fünf bis zehn Jahren werden sie erneuert, das ist normal. Wer sie als dichtende Schicht einplant, hat die Abdichtung darunter vergessen.
Übergangsprofile. Der Punkt, an dem man erkennt, ob Aufbauhöhen vorher gerechnet wurden. Sauber gelöst fällt der Übergang nicht auf; nachträglich gelöst liegt dort eine Schiene.
Alle Leistungen für Wand und Boden
Von der Untergrundvorbereitung bis zum fertigen Belag.
- Bodenbeläge
Parkett, Vinyl, Laminat und Teppich fachgerecht verlegt, mit geprüftem Untergrund und Restfeuchtemessung. - Feinsteinzeug
Feinsteinzeug in Großformaten, Holz- und Steinoptik, innen wie außen verlegt. - Fliesenarbeiten
Fliesen und Feinsteinzeug fachgerecht verlegt, mit Abdichtung nach DIN 18534 im Bad. - Keramik
Wandkeramik, Mosaik und Sonderformate in Bad und Küche, mit Abdichtung nach DIN 18534. - Malerarbeiten
Spachtelqualitäten, Anstriche und Tapeten im Bestand, mit sauberer Untergrundvorbereitung. - Mosaik
Mosaik in Duschen, Nischen und auf gerundeten Flächen, fachgerecht verlegt und verfugt. - Naturstein
Granit, Marmor, Kalkstein und Quarzit verlegt, imprägniert und gepflegt, innen wie außen.