Gartenbau — Neuanlage und Umgestaltung
Gartenbau heißt bei uns: von der abgetragenen Fläche bis zum fertig bepflanzten Garten, alles über einen Ansprechpartner. Kein Erdbauer, der geht, bevor der Gärtner kommt.
Das ist der praktische Vorteil: Wer Aushub, Entwässerung, Wege und Bepflanzung zusammen plant, legt Leitungen, solange der Graben offen ist.

Neuanlage — die Reihenfolge
- Abräumen und aufmessen. Alter Bewuchs, Bauschutt aus der Bauphase, Höhen prüfen.
- Erdarbeiten. Modellierung, Aushub für Flächen, Entwässerung. Alles, wofür ein Bagger anrücken muss.
- Leitungen. Strom für Beleuchtung, Wasser für Bewässerung, Leerrohre für später. Sie kosten im offenen Graben fast nichts.
- Befestigte Flächen. Terrasse, Wege, Stellplätze.
- Boden aufbereiten. Der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird und über alles Weitere entscheidet.
- Gehölze und Stauden.
- Rasen zum Schluss.
Der Boden nach dem Hausbau
Bei Neubauten ist der Boden rund ums Haus fast immer verdichtet: Baufahrzeuge haben ihn über Monate befahren, und der Mutterboden wurde abgeschoben oder mit Unterboden vermischt.
Tiefenlockern bricht die Verdichtung auf. Ohne diesen Schritt steht Wasser, und Wurzeln kommen nicht durch.
Mutterboden auftragen — mindestens 20 bis 30 Zentimeter für Rasen, mehr für Beete. Was in der Bauphase beiseitegeschoben wurde, ist oft noch da und lässt sich wiederverwenden.
Bauschutt entfernen. Mörtelreste, Folienreste und Estrichbrocken liegen häufig eine Handbreit unter der Oberfläche und verhindern das Anwachsen genau dort, wo später eine kahle Stelle bleibt.
Umgestaltung eines bestehenden Gartens
Hier ist die schwierigste Frage nicht, was neu kommt, sondern was bleibt.
Alte Bäume sind das Wertvollste im Garten und durch nichts zu ersetzen. Ihr Wurzelraum reicht etwa so weit wie die Krone — dort darf nicht abgegraben, nicht aufgeschüttet und nicht befahren werden. Wege und Flächen planen wir darum herum.
Gehölze verpflanzen geht bei kleineren Sträuchern, bei größeren nur mit erheblichem Aufwand und ohne Garantie. Meist ist Neupflanzung günstiger.
Bestandsflächen prüfen. Eine gesetzte Terrasse muss nicht immer weg — manchmal genügt es, sie aufzunehmen, den Unterbau zu ertüchtigen und dieselben Platten wieder zu verlegen.
Bewässerung von Anfang an
Eine fest verlegte Bewässerung ist im Fünfseenland kein Luxus mehr. Sie wässert nachts, wenn kaum etwas verdunstet, und dosiert statt reichlich.
Versenkregner für Rasenflächen, Tropfschläuche für Beete direkt an der Wurzel.
Steuerung mit Regensensor. Ohne ihn läuft die Anlage auch im Dauerregen — und das fällt niemandem auf, weil sie nachts läuft.
Sicherung gegen Rückfluss ins Trinkwassernetz ist vorgeschrieben.
Im Herbst ausblasen. Wer das vergisst, findet im Frühjahr gerissene Rohre.
Die Leitungen gehören in den Aushub. Nachträglich bedeutet, die fertige Fläche wieder aufzunehmen.
Was danach anfällt
Ein neu angelegter Garten braucht in den ersten zwei Jahren mehr Aufmerksamkeit als danach: Bewässerung in der Anwachsphase, Nachpflanzung einzelner Ausfälle, erster Rückschnitt zur richtigen Zeit.
Wir übernehmen das auf Wunsch im Anschluss an den Bau, mit festen Terminen nach Saisonplan. Der Vorteil liegt darin, dass derselbe Betrieb pflegt, der gebaut hat und weiß, was wo gesetzt wurde. Mehr dazu unter Garten und Pflege.
Zufahrt und Baustelle
Bei einer Gartenanlage bewegen wir schnell 30 bis 50 Kubikmeter Material — Aushub raus, Schotter und Mutterboden rein.
Kommt ein Kipper an die Fläche, ist das eine Sache von Stunden. Muss alles durch ein Gartentor geschoben werden, wird daraus eine Woche. Das ist der Posten, der Angebote am stärksten auseinandertreibt.
Der Minibagger passt durch eine Toröffnung von einem Meter. Ob er durchkommt, entscheiden Torpfosten, Untergrund und die Frage, ob eine Leitung im Weg liegt.
Schutz des Bestands. Wo gefahren wird, verdichtet sich der Boden. Fahrwege werden deshalb mit Platten ausgelegt, und der Wurzelbereich alter Bäume bleibt tabu.
Das sehen wir uns bei der Besichtigung an. Sie kostet nichts, im gesamten Umkreis von 100 Kilometern.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für eine Gartenanlage?
Erdarbeiten und Flächen ganzjährig bei frostfreiem Boden. Pflanzungen im Herbst — dann ist der Boden warm und die Verdunstung gering. Rasenansaat im September. Wer im Frühjahr fertig sein will, sollte im Herbst davor anfangen.
Kann ich Teile selbst machen?
Ja, und wir sagen Ihnen, welche. Abräumen, Pflanzen setzen und Rasen ansäen sind gut selbst zu machen. Erdarbeiten, Entwässerung und befestigte Flächen gehören in unsere Hand — dort entscheidet sich die Haltbarkeit.
Was kostet eine Gartenanlage?
Das hängt an Fläche, Gelände, Zugänglichkeit und dem Anteil befestigter Flächen — die sind der größte Posten. Eine belastbare Zahl gibt es nach der Besichtigung, nicht nach Fotos.