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Wärmedämmung im Landkreis Starnberg und in München

Eine gedämmte Fassade spart Heizkosten, verbessert die Behaglichkeit im Winter und verhindert Schimmel an kalten Innenwänden. Falsch ausgeführt bewirkt sie das Gegenteil. Entscheidend sind die Anschlussdetails: Fensterlaibungen, Dachrand, Sockel und Balkonplatten. Genau dort entstehen Wärmebrücken, und genau dort sieht man nach fünf Jahren, ob sauber gearbeitet wurde.

Fachkraft beim Aufbringen der Fassadendämmung

Was wir ausführen

  • Wärmedämmverbundsystem mit Mineralwolle oder EPS, je nach Brandschutz und

Untergrund

  • Vorgehängte hinterlüftete Fassade bei Holz- oder Plattenbekleidung
  • Einblasdämmung in zweischaligem Mauerwerk, wenn ein Hohlraum vorhanden ist
  • Innendämmung, wenn außen nicht gedämmt werden darf — mit Nachweis zur

Feuchtesicherheit

  • Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke, oft die günstigste

Maßnahme überhaupt

  • Aufsparrendämmung im Zuge einer Dachsanierung
  • Fenster- und Türanschlüsse, Sockelabdichtung, Attika, Rollladenkästen

Was es kostet

MaßnahmeBauzeit
Fassade dämmen und verputzen, inkl. Gerüst150–260 €/m²3–6 Wochen

Förderung — die Reihenfolge entscheidet

Für Maßnahmen an der Gebäudehülle gibt es Zuschüsse und zinsgünstige Kredite. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein — wer zuerst beauftragt und dann beantragt, bekommt nichts. Wir planen den Ablauf danach und holen bei Bedarf einen Energieberater dazu. Mehr dazu auf der Seite Förderung.

Welches System wann passt

Für die Außenwand gibt es drei Wege. Welcher passt, entscheidet die Fassade, die es schon gibt — nicht der Katalog.

Wärmedämmverbundsystem. Dämmplatten werden auf das Mauerwerk geklebt und gedübelt, darauf kommen Armierung und Putz. Das ist der häufigste Weg bei verputzten Fassaden und der günstigste. Er verändert das Erscheinungsbild wenig, wenn Fensterlaibungen und Sockel sauber gelöst werden — genau daran erkennt man später eine gute Ausführung.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade. Eine Unterkonstruktion trägt die Bekleidung, dazwischen liegen Dämmung und eine belüftete Luftschicht. Teurer, aber die richtige Wahl bei Sichtmauerwerk, bei stark belasteten Wetterseiten und überall dort, wo Feuchtigkeit aus der Wand nach außen abtrocknen soll.

Innendämmung. Die Ausnahme, nicht die Regel. Sie kommt in Frage, wenn die Fassade erhalten bleiben muss — bei Denkmalschutz oder bei einer Fassade mit Gliederung, die man nicht zubauen darf. Sie verlangt eine bauphysikalische Betrachtung, weil der Taupunkt in die Wand wandert. Ohne diese Rechnung fangen wir damit nicht an.

Warum Dach und Fassade zusammen gehören

Ein Gerüst steht bei einer Fassadendämmung mehrere Wochen. Dieselbe Einrüstung braucht auch die Dachsanierung. Wer beides in einem Zug macht, bezahlt das Gerüst einmal statt zweimal — bei einem Einfamilienhaus sind das mehrere tausend Euro.

Es gibt einen zweiten Grund, der schwerer wiegt. Dämmung wirkt nur dort, wo sie durchläuft. Bleibt die Dachschräge ungedämmt, während die Wand gedämmt wird, entsteht am Übergang eine Stelle, an der die Wärme ungehindert abfließt und die Oberfläche innen kälter bleibt als ringsum. Genau dort schlägt sich Feuchtigkeit nieder, und genau dort entsteht später Schimmel. Der Anschluss zwischen Wand und Dach ist deshalb kein Detail, sondern der Punkt, an dem sich die Qualität einer Sanierung entscheidet.

Dasselbe gilt für Fenster: Werden sie nach der Dämmung getauscht, muss die Laibung ein zweites Mal geöffnet werden. Vorher getauscht, sitzen sie in der falschen Ebene. Die richtige Reihenfolge ist Fenster und Dämmung im selben Bauabschnitt.

Woran man erkennt, ob sich der Aufwand lohnt

Nicht jede Wand muss gedämmt werden. Drei Anhaltspunkte helfen bei der Einschätzung, ersetzen aber die Besichtigung nicht.

  • Baujahr. Gebäude vor 1978 haben in der Regel keine Dämmung in der Außenwand. Zwischen 1978 und 1995 liegt meist etwas, aber wenig. Ab 2002 lohnt die Maßnahme selten allein.
  • Wandaufbau. Zweischaliges Mauerwerk mit Luftschicht lässt sich unter Umständen einblasen — deutlich günstiger als jede Außendämmung. Ob eine Luftschicht vorhanden ist, zeigt eine Kernbohrung oder ein Blick durch eine geöffnete Steckdose.
  • Wo es zieht. Kalte Wandflächen in Raumecken, hinter Möbeln oder unter Fensterbänken sind Hinweise auf Wärmebrücken. Eine Aufnahme mit der Wärmebildkamera im Winter macht sie sichtbar.

Ob und in welcher Reihenfolge sich eine Maßnahme rechnet, hängt am Gebäude. Wir sehen es uns bei der Besichtigung an — kostenlos, im gesamten Umkreis von 100 Kilometern — und sagen Ihnen, was zuerst dran wäre.

Fassade und Nachbarschaft

Eine Außendämmung trägt auf: je nach System 12 bis 20 Zentimeter. Steht das Haus nah an der Grundstücksgrenze, ist das eine rechtliche Frage, keine handwerkliche. In Bayern gibt es dafür eine Regelung, die eine nachträgliche Dämmung über die Grenze unter Bedingungen zulässt; ob sie greift, prüft die Bauaufsicht.

Wir klären das vor dem Angebot mit dem zuständigen Bauamt — im Landkreis Starnberg ebenso wie in München. Bei denkmalgeschützten Gebäuden stimmen wir die Maßnahme zusätzlich mit der Unteren Denkmalschutzbehörde ab.

Häufige Fragen

Lohnt sich Dämmung bei einem Haus von 1975?

Fast immer, aber nicht überall gleich. Die oberste Geschossdecke bringt pro Euro meist am meisten, die Fassade am meisten absolut. Wir rechnen das bei der Besichtigung grob durch.

Schimmelt es nach dem Dämmen?

Das Gegenteil ist der Fall, solange gelüftet wird und die Anschlüsse stimmen. Schimmel entsteht an kalten Stellen — die verschwinden durch die Dämmung.

Muss ich das ganze Haus auf einmal machen?

Nein. Bauteilweise ist möglich, sollte aber vorher durchdacht sein, damit spätere Maßnahmen nicht doppelte Kosten verursachen.

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