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Fliesenarbeiten — Bad, Wohnraum und Terrasse

Fliesen sind nur so gut wie der Untergrund darunter und die Abdichtung dahinter. Beides sieht man nach der Verlegung nie wieder — und beides entscheidet darüber, ob das Bad in zehn Jahren noch dicht ist.

Wir verlegen im Bad, im Wohnraum und auf der Terrasse, im gesamten Landkreis Starnberg und in München.

Verlegte Fliesen im Innenraum

Der Untergrund entscheidet

  • Ebenheit. Je größer das Format, desto weniger verzeiht der Untergrund. Bei Platten ab 60 mal 60 Zentimetern wird eine Unebenheit von drei Millimetern an der Kante sichtbar und spürbar.
  • Restfeuchte im Estrich. Wird zu früh verlegt, wandert Feuchtigkeit nach oben. Bei Naturstein zeigt sie sich als Verfärbung, die nicht mehr weggeht. Gemessen wird mit dem CM-Gerät, nicht geschätzt.
  • Tragfähigkeit. Alte Anhydritestriche und gespachtelte Altbeläge werden angeschliffen oder entfernt. Fliesen auf Fliesen geht — aber nur, wenn der alte Belag fest sitzt und die Aufbauhöhe reicht.
  • Bewegungsfugen. Große Flächen und Übergänge zwischen Räumen brauchen eine elastische Fuge. Fehlt sie, drückt sich die Fläche bei Temperaturwechseln auf — bei Fußbodenheizung besonders.

Abdichtung im Bad — der Punkt, an dem nichts schiefgehen darf

Hinter fast jedem größeren Wasserschaden im Bad steht dieselbe Ursache: eine fehlende oder unterbrochene Abdichtung im Verbund. Fliesen und Fugen sind nicht dicht. Dicht ist die Schicht darunter.

Nach DIN 18534 wird der Raum in Beanspruchungsklassen eingeteilt: Der Bereich um eine bodengleiche Dusche gehört zur höchsten, der neben dem Waschtisch zur niedrigsten. Danach richtet sich, wo abgedichtet wird und womit.

Kritisch sind nicht die Flächen, sondern die Übergänge: Boden zu Wand, Dichtband in der Ecke, Manschetten an Rohrdurchführungen, Anschluss an die Türschwelle. Wir fotografieren diese Punkte vor dem Verfliesen und legen die Aufnahmen zur Dokumentation — danach sieht man sie nie wieder.

Formate, Verlegung und Fugen

Großformate wirken ruhig und haben wenig Fugen. Sie verlangen einen sehr genauen Untergrund und dürfen nicht im halben Verband verlegt werden — bei leicht gewölbten Platten entsteht sonst an jeder Mitte ein Höhenversatz.

Kleinformate und Mosaik sind in Nischen, Duschen und auf gerundeten Flächen die einzige Lösung, die sauber ausgeht. Mehr Fugen bedeuten mehr Pflege.

Fugenfarbe. Dunkle Fugen bleiben länger ansehnlich, helle wirken großzügiger. Bei Naturstein gilt zusätzlich: Die Fugenmasse darf nicht abfärben, und säurehaltige Reiniger sind tabu.

Silikonfugen sind Wartungsfugen, keine Abdichtung. Nach fünf bis zehn Jahren werden sie erneuert. Wer sie als dichtende Schicht einplant, hat die Abdichtung darunter vergessen.

Fliesen auf der Terrasse

Draußen gelten andere Regeln als drinnen. Entscheidend sind Frostsicherheit, Rutschhemmung und die Frage, wohin das Wasser läuft.

Im Dünnbett auf Beton verlegt: dicht, pflegeleicht, aber nur mit funktionierendem Gefälle und Abdichtung darunter. Steht Wasser, arbeitet der Frost darin.

Auf Stelzlagern verlegt: Das Wasser läuft unter den Platten ab, die Platten bleiben lose und lassen sich einzeln tauschen. Die Lösung für Dachterrassen und überall dort, wo die Abdichtung darunter zugänglich bleiben muss.

Im Splittbett verlegt: der günstigste Weg, verlangt aber einen einwandfreien Unterbau. Zwei Prozent Gefälle vom Haus weg, sonst steht das Wasser an der Fassade.

Fußbodenheizung unter Fliesen

Fliesen sind der beste Belag über einer Fußbodenheizung: Sie leiten die Wärme gut und vertragen die Temperaturwechsel. Drei Dinge sind trotzdem zu beachten.

Aufheizprotokoll. Vor dem Verlegen wird der Estrich nach Vorschrift hochgefahren und wieder abgekühlt. Das Protokoll ist kein Papierkram — es weist nach, dass der Estrich seine Restspannung abgebaut hat. Ohne Protokoll verlegt kein sorgfältiger Fliesenleger.

Flexkleber und Bewegungsfugen. Der Aufbau arbeitet stärker als ein unbeheizter Boden. Fugen an Türdurchgängen und in großen Flächen sind hier Pflicht, nicht Kür.

Aufbauhöhe. Im Bestand der häufigste Engpass. Wie viel Platz zwischen Rohdecke und Türblatt bleibt, entscheidet darüber, ob ein Standardaufbau möglich ist oder ein Dünnschichtsystem nötig wird.

Was in Ihrem Fall geht, messen wir vor Ort mit dem Zollstock — nicht am Telefon.

Häufige Fragen

Kann man auf alte Fliesen neu verlegen?

Oft ja, wenn der alte Belag fest sitzt, angeschliffen und grundiert wird und die Aufbauhöhe reicht. Im Bad ist trotzdem Vorsicht geboten: Liegt darunter keine Abdichtung, fehlt sie auch danach. Dann ist der Abbruch der richtige Weg.

Wie lange dauert ein Bad?

Die Fliesenarbeiten selbst wenige Tage. Was die Zeit bestimmt, sind Estrich und Abdichtung davor mit ihren Trocknungszeiten. Bei einem Komplettbad rechnen Sie insgesamt mit vier bis sieben Wochen.

Was tun, wenn eine Fliese bricht?

Einzelne Fliesen lassen sich austauschen. Voraussetzung ist, dass Sie Reserve aus derselben Charge haben — Nachkaufen führt fast immer zu einem Farbunterschied. Wir legen deshalb bei jedem Auftrag ein bis zwei Quadratmeter zurück.

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