Terrassen bauen in Tutzing, Starnberg und Umgebung
Eine Terrasse sieht man nur oben. Ob sie hält, entscheidet sich unten: Aushub, Tragschicht, Gefälle, Entwässerung. Wir bauen den Unterbau selbst, mit eigenen Maschinen — deshalb sacken unsere Flächen nach drei Jahren nicht ab.

Beläge und was sie unterscheiden
- Betonpflaster — günstig, robust, viele Formate, gut bei Hanglage
- Naturstein — Granit, Porphyr, Quarzit; langlebig, jede Platte anders
- Keramik und Feinsteinzeug — frostsicher, fleckenunempfindlich, schmale Fugen
- Holz und WPC — warm unter den Füßen, braucht Unterkonstruktion und Pflege
- Wassergebundene Decke — für naturnahe Gärten, geringere Kosten
Was zum Unterbau gehört
Aushub 30 bis 50 cm je nach Belag und Untergrund, Vlies, Frostschutzschicht, Tragschicht verdichtet in Lagen, Splittbett, Randeinfassung. Dazu ein Gefälle von etwa 2 Prozent vom Haus weg und eine Lösung für das Wasser — Rinne, Sickerpackung oder Anschluss an die vorhandene Entwässerung. Ohne das steht nach jedem Gewitter Wasser an der Hauswand.
Was es kostet
| Belag | Bauzeit |
|---|---|
| Betonpflaster160–240 €/m² | 1–2 Wochen |
| Naturstein220–320 €/m² | 2–3 Wochen |
Der Unterbau entscheidet, nicht der Belag
Über den Belag wird am längsten gesprochen, und er ist am wenigsten kritisch. Ob eine Terrasse nach fünf Jahren noch eben liegt, entscheidet sich unter dem Belag.
- Aushub. Der gewachsene Boden wird bis zur frostfreien Tiefe abgetragen — je nach Aufbau 30 bis 50 Zentimeter. Wer hier spart, bekommt Setzungen.
- Tragschicht. Schotter oder Frostschutzkies, lagenweise eingebaut und verdichtet. Eine einzige zu dicke Lage lässt sich nicht durchverdichten, auch wenn die Oberfläche fest wirkt.
- Bettung. Splitt oder Drainmörtel, je nach Belag und Nutzung.
- Belag. Platten, Pflaster oder Holz.
Dazu kommt das Gefälle: zwei Prozent vom Haus weg, das sind zwei Zentimeter auf einen Meter. Ohne Gefälle steht Wasser auf der Fläche, und im Winter arbeitet der Frost darin.
Der Anschluss ans Haus ist der zweite kritische Punkt. Zwischen Oberkante Belag und Türschwelle gehört ein Abstand, damit Spritzwasser nicht an die Fassade kommt, und eine Entwässerungsrinne, wenn der Abstand aus Höhengründen nicht einzuhalten ist.
Beläge im Vergleich
Betonplatten und Betonpflaster. Günstig, maßhaltig, in vielen Formaten verfügbar. Große Formate verlangen einen sehr genauen Unterbau, weil jede Unebenheit sichtbar wird.
Naturstein. Granit, Porphyr, Quarzit. Langlebig und unempfindlich gegen Frost. Teurer im Einkauf und in der Verlegung, weil Dicken und Kanten schwanken.
Keramik und Feinsteinzeug. Fleckunempfindlich, farbecht, pflegeleicht. Bei zwei Zentimetern Dicke muss der Unterbau stimmen, sonst brechen die Platten.
Holz. Angenehm barfuß, warm im Ton. Verlangt Unterkonstruktion mit Hinterlüftung und jährliche Pflege. Heimische Hölzer halten mit Konstruktionsschutz ähnlich lange wie tropische — das ist eher eine Frage des Aufbaus als der Holzart.
Wasserdurchlässiges Pflaster. In manchen Gemeinden verlangt, wenn Flächen versiegelt werden. Es senkt außerdem die Niederschlagswassergebühr, wo sie getrennt erhoben wird.
Was vorab zu klären ist
- Versickerung. Wohin läuft das Wasser? Im Landkreis Starnberg verlangen mehrere Gemeinden die Versickerung auf dem eigenen Grundstück. Das kann eine Rigole nötig machen, die im Unterbau mit eingeplant werden muss.
- Grenzabstand. Eine ebenerdige Terrasse ist meist unkritisch. Sobald sie erhöht liegt oder eine Überdachung bekommt, wird es eine Frage an das Bauamt.
- Zufahrt. Schotter, Splitt und Platten kommen per Lkw. Wenn kein Fahrzeug an die Fläche kommt, wird von Hand transportiert — das ist der Posten, der Angebote am stärksten auseinandertreibt.
- Bestand. Wurzeln großer Bäume in der Fläche sind ein eigenes Thema: Sie dürfen nicht einfach gekappt werden, wenn der Baum geschützt ist.
All das sehen wir bei der Besichtigung im Garten. Sie kostet nichts, und wir sagen Ihnen danach, was machbar ist und was es kostet — vorher nicht.
Pflege und Haltbarkeit
Pflaster und Platten brauchen wenig: Fugen offen halten, im Frühjahr kehren, bei Bedarf nachsanden. Moos und Algen auf der Nordseite sind normal und kein Mangel.
Holz verlangt mehr — jährliche Reinigung, alle zwei bis drei Jahre Öl, wenn der Farbton bleiben soll. Ohne Pflege wird es silbergrau, was der Haltbarkeit nicht schadet.
Keramik ist am pflegeleichtesten und am empfindlichsten gegen Punktlasten: Ein herunterfallender Blumentopf kann eine Platte brechen. Wir legen deshalb ein bis zwei Reserveplatten aus derselben Charge zurück — nachkaufen führt fast immer zu einem Farbunterschied.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Bauzeit?
März bis Oktober. Bei Frost wird nicht verdichtet und nicht verfugt.
Können Sie an eine bestehende Terrasse anschließen?
Ja, wenn Aufbau und Höhe passen. Das sehen wir uns vor Ort an.
Machen Sie auch die Bepflanzung?
Ja, Pflanzarbeiten, Bewässerung und Pflege kommen aus demselben Haus.