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Beton- und Asphaltarbeiten — Zufahrten, Höfe, Fundamente

Beton und Asphalt kommen dort zum Einsatz, wo Pflaster an seine Grenzen stößt: bei starker Belastung, bei großen Flächen und dort, wo eine fugenlose Oberfläche gebraucht wird.

Wie bei jeder befestigten Fläche entscheidet der Unterbau, nicht die Deckschicht.

Arbeiten an einer befestigten Fläche

Wann Beton, wann Asphalt, wann Pflaster

Pflaster ist reparabel: Einzelne Steine lassen sich aufnehmen, wenn eine Leitung darunter liegt. Das ist bei Zufahrten über Hausanschlüssen ein echtes Argument.

Beton trägt am meisten und ist am haltbarsten. Er braucht Fugen, sonst reißt er unkontrolliert. Für Fundamente, Stellplätze und stark befahrene Flächen die erste Wahl.

Asphalt ist schnell eingebaut, fugenlos und leise befahrbar. Bei langen Zufahrten deutlich günstiger als Pflaster. Er verträgt allerdings kein Aufgraben — eine Flickstelle bleibt sichtbar.

Wer nicht ausschließen kann, dass unter der Fläche noch einmal gearbeitet wird, sollte pflastern.

Betonflächen richtig bauen

Fugen. Beton schwindet beim Aushärten und arbeitet mit der Temperatur. Ohne Scheinfugen im richtigen Abstand reißt er, und zwar dort, wo es am wenigsten schön ist. Die Fugen werden eingeschnitten, solange der Beton noch jung ist.

Bewehrung. Stahlmatten nehmen Zugkräfte auf. Sie müssen in der richtigen Lage sitzen — auf Abstandhaltern, nicht auf dem Boden, sonst wirken sie nicht.

Nachbehandlung. Frischer Beton darf nicht zu schnell austrocknen. Abdecken oder feucht halten, mehrere Tage lang. Wer das weglässt, bekommt eine Oberfläche, die staubt und absandet.

Oberfläche. Besenstrich für Rutschhemmung, geglättet für Innenräume, Waschbeton als Gestaltungselement.

Asphalt im Privatbereich

Asphalt wird heiß eingebaut und muss in einem Zug fertig werden — das heißt: Die Fläche muss am selben Tag komplett vorbereitet sein, und das Wetter muss passen. Bei Regen wird nicht eingebaut.

Der Unterbau ist derselbe wie beim Pflaster: frostfreie Tiefe, Tragschicht lagenweise verdichtet, Gefälle.

Randeinfassung ist Pflicht. Ohne sie bricht der Asphalt an den Kanten aus — das ist der häufigste Schaden an privaten Asphaltflächen.

Das Gefälle muss stimmen, bevor eingebaut wird. Nachträglich lässt sich an einer Asphaltfläche nichts mehr korrigieren.

Fundamente

Für Carports, Zäune, Mauern, Gartenhäuser und Maschinen. Zwei Grundsätze gelten immer:

Frostfrei gründen. Im Fünfseenland mindestens 80 Zentimeter. Wer flacher setzt, hat nach dem ersten harten Winter Bewegung im Bauteil.

Auf tragfähigen Grund. Auf Moorboden oder aufgefülltem Gelände reicht ein Standardfundament nicht. Hier braucht es entweder einen Bodenaustausch oder eine Gründung, die die Setzung mitmacht.

Was bei Ihnen unter dem Rasen liegt, zeigt der erste Spatenstich. Deshalb sehen wir uns jede Fläche an, bevor wir eine Aussage treffen.

Entwässerung und Gebühren

Beton und Asphalt sind dicht — jeder Tropfen läuft ab. Das macht die Entwässerung wichtiger als bei Pflaster.

Mehrere Gemeinden im Landkreis verlangen die Versickerung auf dem eigenen Grundstück, und wo die Niederschlagswassergebühr getrennt erhoben wird, zahlt jede versiegelte Fläche mit. Bei großen Flächen ist das ein jährlich wiederkehrender Posten.

Wo es möglich ist, planen wir deshalb eine Versickerung mit ein: Rigole unter der Fläche, Mulde am Rand oder Ableitung in einen bestehenden Vorfluter. Was für Ihre Adresse gilt, klären wir vor dem Angebot mit der Gemeinde.

Bestand instand setzen statt erneuern

Nicht jede schadhafte Fläche muss weg. Drei Fälle lassen sich reparieren:

Einzelne Risse im Beton werden ausgefräst, gereinigt und kraftschlüssig verfüllt. Das hält, solange die Ursache nicht weiterarbeitet — bei Setzungen hilft es nicht.

Ausgebrochene Kanten an Asphaltflächen lassen sich ausschneiden und neu einbauen. Die Flickstelle bleibt sichtbar, hält aber.

Abgesandete Betonoberflächen können überarbeitet werden, wenn der Untergrund fest ist.

Was sich nicht reparieren lässt, sind großflächige Setzungen. Dort hat der Unterbau versagt, und jede Reparatur an der Oberfläche ist verlorenes Geld. Das sagen wir Ihnen offen, auch wenn die kleinere Lösung der schnellere Auftrag wäre.

Häufige Fragen

Wie lange muss Beton aushärten, bevor er befahren werden darf?

Begehbar nach ein bis zwei Tagen, mit dem Pkw befahrbar nach etwa einer Woche, voll belastbar nach vier Wochen. Kürzen lässt sich das nicht — wer zu früh befährt, bekommt Risse.

Kann man Asphalt über alten Beton legen?

Unter Umständen ja, wenn der Beton tragfähig und rissfrei ist. Vorhandene Risse zeichnen sich allerdings nach einigen Jahren durch. Wir prüfen das vorher.

Was ist günstiger, Asphalt oder Pflaster?

Bei langen Zufahrten meist Asphalt, bei kleinen Flächen Pflaster. Der Unterschied liegt weniger im Material als im Einbau: Asphalt braucht Maschine und Anlieferung, lohnt sich also erst ab einer gewissen Fläche.

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