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Dachdeckerarbeiten — Neueindeckung, Reparatur, Dämmung

Das Dach ist das Bauteil, bei dem eine vernachlässigte Kleinigkeit am schnellsten teuer wird. Eine verrutschte Ziegelreihe kostet eine Stunde. Derselbe Schaden nach zwei Jahren bedeutet durchfeuchtete Dämmung, Schimmel im Dachgeschoss und einen neuen Dachstuhlabschnitt.

Wir decken neu, reparieren und dämmen — im Landkreis Starnberg, in München und im Umkreis von rund 100 Kilometern.

Dachziegel in verschiedenen Ausführungen

Wann eine Neueindeckung ansteht

  • Die Ziegel sind mürbe. Bei Betondachsteinen erkennbar an abplatzender Oberfläche, bei Tonziegeln an Rissen und Frostabplatzungen.
  • Es fehlt eine Unterspannbahn. Dächer vor 1980 haben oft keine. Bei Flugschnee und Schlagregen kommt Wasser durch, auch wenn kein Ziegel fehlt.
  • Die Lattung ist morsch. Sieht man erst, wenn die Ziegel ab sind — deshalb steht das als mögliche Position im Angebot.
  • Das Dach soll gedämmt werden. Aufsparrendämmung bedeutet ohnehin, dass die Eindeckung ab muss. Dann gleich neu decken.

Einzelne Reparaturen lohnen, solange die Fläche insgesamt in Ordnung ist. Ab einem gewissen Anteil schadhafter Ziegel wird jede Reparatur zur Verlängerung eines absehbaren Endes.

Dämmung — drei Wege

Aufsparrendämmung. Die Dämmung liegt über den Sparren, das Holz bleibt innen sichtbar. Bauphysikalisch die beste Lösung, weil es fast keine Wärmebrücken gibt. Sie setzt voraus, dass das Dach ohnehin neu gedeckt wird, und sie trägt auf — an Traufe und Ortgang ändert sich das Erscheinungsbild.

Zwischensparrendämmung. Von innen einzubauen, ohne das Dach zu öffnen. Günstiger, aber die Sparren selbst bleiben als Wärmebrücke. Braucht zwingend eine luftdichte Ebene auf der Raumseite — ohne sie wandert Feuchte in die Konstruktion.

Untersparrendämmung als Ergänzung, wenn die Sparrenhöhe nicht reicht. Sie deckt gleichzeitig die Wärmebrücke der Sparren ab.

Welcher Weg passt, hängt an Sparrenhöhe, Zustand der Eindeckung und daran, ob innen ausgebaut ist. Das sehen wir vor Ort.

Warum Dach und Fassade zusammengehören

Ein Gerüst steht bei einer Dachsanierung mehrere Wochen. Dieselbe Einrüstung braucht die Fassadendämmung. Wer beides in einem Zug macht, bezahlt das Gerüst einmal statt zweimal — bei einem Einfamilienhaus mehrere tausend Euro Unterschied.

Der zweite Grund wiegt schwerer: Der Anschluss zwischen Dach und Wand ist die Stelle, an der Sanierungen scheitern. Bleibt die Dachschräge ungedämmt, während die Wand gedämmt wird, entsteht dort eine Stelle, an der Wärme ungehindert abfließt und die Oberfläche innen kälter bleibt. Genau dort schlägt sich Feuchte nieder.

Was wir mitmachen

Dachfenster einsetzen und tauschen, Gauben bauen und sanieren, Dachrinnen und Anschlüsse gemeinsam mit dem Spengler, Schneefanggitter, Sicherheitshaken für spätere Arbeiten, Dachbegrünung auf Flachdächern und Garagen.

Für Dach, Zimmerei und Spenglerarbeiten arbeiten wir mit festen Partnerbetrieben — die Koordination und die Gewährleistung bleiben bei uns. Bei einem Mangel müssen Sie nicht herausfinden, welches Gewerk zuständig ist.

Flachdächer und Garagen

Ein Flachdach ist kein schlechteres Dach, sondern ein anderes: Es lebt von der Abdichtung, nicht von der Ableitung.

Bitumenbahnen sind der bewährte Standard, zweilagig verschweißt. Lebensdauer 20 bis 30 Jahre.

Kunststoffbahnen sind leichter und einlagig zu verlegen, empfindlicher gegen mechanische Beschädigung.

Gefälle braucht auch ein Flachdach — mindestens zwei Prozent. Steht Wasser dauerhaft, altert jede Abdichtung schneller.

Begrünung schützt die Abdichtung vor UV-Licht und Temperaturwechseln und verlängert ihre Lebensdauer erheblich. Sie setzt eine wurzelfeste Bahn und eine ausreichende Tragfähigkeit voraus — beides prüfen wir vorab.

Was wir vor dem Angebot ansehen

  • Zustand von innen. Feuchteflecken am Sparren, Verfärbungen an der Unterspannbahn, Zugluft an der Traufe.
  • Tragfähigkeit. Eine schwerere Eindeckung als vorher braucht einen statischen Nachweis.
  • Ortsgestaltungssatzung. In mehreren Gemeinden im Landkreis sind Dachform, Neigung, Farbe und Material vorgegeben.
  • Gerüst oder Hubarbeitsbühne. Das macht im Preis den größten Unterschied.

Die Besichtigung kostet nichts, auch wenn kein Auftrag daraus wird.

Häufige Fragen

Wie lange hält ein Dach?

Tonziegel 50 bis 80 Jahre, Betondachsteine 40 bis 60, Bitumenbahnen auf Flachdächern 20 bis 30. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern die Ausrichtung: Nordseiten vermoosen stärker, Wetterseiten verwittern schneller.

Kann ein Dach im Winter gedeckt werden?

Bei frostfreiem Wetter ja. Kritisch sind Nässe und Wind, weniger die Temperatur. Wir öffnen allerdings nur so viel Fläche, wie am selben Tag wieder dicht wird — bei Regen wird nicht angefangen.

Muss der Dachstuhl mit erneuert werden?

Meist nicht. Ein gesunder Dachstuhl überdauert mehrere Eindeckungen. Was regelmäßig ersetzt werden muss, ist die Lattung und gelegentlich das Fußpunkt-Holz an der Traufe, wo über Jahre Wasser stand.

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